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Fasten macht glücklich

Meine eigenen Erfahrungen mit Fasten Seit 18 Jahren faste ich regelmässig. Beim Fasten stellt sich bei mir sehr schnell ein Gefühl der Leichtigkeit, der inneren Ruhe, der Ausgeglichenheit und der Achtsamkeit ein. Dieser Zustand bringt oft eine aufgeräumte Klarheit in Bezug auf die eigene Lebensweise mit sich und erleichtert mir danach eine Veränderung überdrüssiger Gewohnheiten und starren Verhaltensmuster. Nach dem Fasten bin ich motiviert, Neues auszuprobieren, Ernährungsexperimente zu wagen und schlechte Gewohnheiten loszulassen. Nach dem letztjährigen Fastenwandern habe ich es gewagt, während einiger Monate auf eine roh-vegane Ernährung umzustellen. Die Umstellung nach dem Fasten fiel mir sehr leicht und die Erfahrung war schier unglaublich. Hätte mir jemand vorausgesagt, was für einen Energiegewinn ich aus dieser Ernährungsweise ziehen würde, ich glaube, ich hätte ihn ausgelacht. Nachfolgend möchte ich auf Fastenthemen eingehen, die mir wichtig erscheinen. Es fliessen persönliche Erfahrungen, wissenschaftlich gestützte Erkenntnisse und Erkenntnisse aus meiner Praxis ein.

Ein neues Lebensgefühl Für uns Menschen ist es oft nicht einfach, Gewohnheiten zu verändern und Verhaltensmuster zu verabschieden. Wenn wir lange Zeit mit einem Zuviel an Stress umgehen müssen oder einem ungesunden Lebenswandel frönen, können wir aus dem Gleichgewicht fallen und das Leben kann uns mit plötzlichen Ereignissen zu einer Veränderung, einem Umdenken zwingen. Regelmässiges Fasten kann uns dabei helfen, Zeichen des Ungleichgewichts frühzeitig zu erkennen und Veränderungen anzupacken, um wieder ein Gleichgewicht zu erreichen - bevor uns das Leben mit einer Krankheit ausbremst und zu einer Umstellung zwingt. Dankbarkeit und Achtsamkeit stellen sich während dem Fasten oftmals ganz von selbst ein und bleiben im besten Fall auch in der Zeit danach präsent. Die Sinne werden für das Wesentliche geschärft, wir lernen loszulassen, uns dem Prozess des Lebens anzuvertrauen und mit uns ins Reine zu kommen. Beim Fasten geht es nicht ums «Abspecken», vielmehr bietet es Anreiz für einen Neubeginn und eine positive, gesunde Lebensveränderung. Fasten kann der Schlüssel zu einem bewussten, genussvollen Leben sein. Wissen über die Wirkung des Fastens ist in jeder Kultur verankert und Fasten wird von vielen als wesentlicher und unverzichtbarer Aspekt der Körper- und Psychohygiene gesehen. Wer das Mehr an Energie, das sich durch Fasten einstellen kann, einmal selber erfahren hat, räumt dem Fasten oft einen festen Platz im Leben ein. Die Feinfühligkeit in Bezug auf den eigenen Körper (wieder-) zu entdecken und ab und an eine Bestandesaufnahme durchzuführen, sind nur zwei der unzähligen Gründe, die für eine Fastenkur sprechen. Der unterschätzte psychische Faktor Ein psychisches Ungleichgewicht ist von grosser Relevanz für unser Wohlbefinden und die Entstehung von Krankheiten. Das Fasten bewirkt ein Innehalten, eine Fokussierung nach Innen und bietet damit eine sehr gute Möglichkeit, um sich über Missstände jeglicher Art im eigenen Leben klar zu werden und lebensverändernde Prozesse einzuleiten. «Entschlacken», ein Mythos? Eine «Entschlackung» im eigentlichen Sinn findet nicht statt beim Fasten. Wissenschaftlich belegt hingegen ist die Autophagie (von altgriechisch autós „selbst“, phagein „fressen“ und cýtos „Zelle“), sie ist meines Erachtens einer der wichtigsten Prozesse im menschlichen Körper, um die Zellen gesund und leistungsfähig zu erhalten. Dabei handelt es sich um eine Art Selbstverdauungsprogramm der Zellen, das sie reinigt und entgiftet. Die Autophagie stellt einen wichtigen Schutz vor Krankheiten wie Krebs, Demenz, Herzkrankheiten, entzündlichen Prozessen und bakteriellem Ungleichgewicht dar. Entartete Zellen und Ablagerungen haben schlechte Chancen, da sie bereits im Anfangsstadium abgebaut werden können. Was fördert die Autophagie?

  • Längere Phasen des Fastens (ab 14 bis 17 Stunden)

  • Kalorienrestriktion, also ein chronisches leichtes Kaloriendefizit bei ausgewogener Ernährung

  • Sport (sowohl Kraft- als auch Ausdauersport)

  • Gewisse Nahrungsmittel und Substanzen: Forschern ist es gelungen, Nahrungsmittel und Substanzen zu identifizieren, die die zelluläre «Müllabfuhr» auch bei gleichzeitiger Nahrungszufuhr anschalten.

Fastenarten Neben Fastenkuren in Kliniken und geführtem Fastenwandern ist das Intervall- oder intermittierende Fasten gerade sehr aktuell, es kann nach einer entsprechenden Beratung sofort und über einen längeren Zeitraum umgesetzt werden. Beim intermittierenden Fasten wird nach zwei Mahlzeiten eine Pause von mindestens 16, besser 18 Stunden eingelegt. Das lässt sich umsetzen, indem zum Beispiel nur zwei Mahlzeiten, um 12 und 18 Uhr, eingenommen werden. Alternativ können auch ein bis zwei Fastentage mit intermittierendem Fasten pro Woche eingelegt werden. Studien zeigen, dass intermittierendes Fasten Diabetes, Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere chronische Krankheiten positiv beeinflussen oder verhindern kann. Beim Heilfasten bereitet man den Körper mit ein bis drei Entlastungstagen auf die Fastenkur vor. Dann starten die Fastentage mit einer Darmentleerung. Danach folgen fünf bis zehn Fastentage, an denen keine feste Nahrung konsumiert wird. In dieser Zeit trinkt man Wasser, Tee, frisch gekochte Gemüsebrühe oder frischgepresste

Säfte. Etwas Honig kann bei Schwindel oder Schwächegefühlen helfen. Wichtig ist auch tägliche Bewegung um einen Muskelabbau zu vermeiden. Beim Fastenwandern wird zusätzlich die Entgiftung über die Lunge und die Haut gefördert. Anschliessend folgt eine langsame Umstellung auf feste Nahrung – die Aufbautage. Welche Fastenart wir wählen, ist abhängig von unseren Lebensumständen, unserer Experimentierfreude und unseren Vorlieben.

Neugierig geworden? Für alle, die die Vorteile des Fastens gerne begleitet erfahren möchten, bieten wir Jlona von Büren ist Heilpraktikerin und arbeitet seit 2010 in eigener Praxis als Therapeutin. Sie bietet Ernährungs- und Fastenberatungen an und begleitet Ernährungsumstellungen. Ihre Fastenkurse findest du unter "Kurse".


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